Rezensionen
Potsdamer Neueste Nachrichten, 11.09.2009
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Die Musik spricht ein großes Ja:
Tim Rishton spielte in der Erlöserkirche
Die britischen Royals bestellten schon immer bei den besten Komponisten ihres Reiches zu Krönungsfeierlichkeiten oder Hochzeiten melodiös-pathetische Musik für die gottesdienstlichen Zeremonien: Ralph Vaughan Williams wurde für die Krönung von Queen Elizabeth II. gewonnen und William Mathias für die Hochzeit von Prinz Charles und Diana.
Von diesen britischen Komponisten wählte auch der walisische Organist Tim Rishton für sein Konzert in der Erlöserkirche einen Prozessionsmarsch und die Bearbeitung über den Choral „Rhosymedre“, zwei Werke, die in ihrem feierlich-hymnischen Gestus gut und gern bei staatstragenden Feiern bestehen könnten. Rishton musizierte außerdem Volkslied- beziehungsweise Choralbearbeitungen der Norweger Bjarne Slogedal und Egil Hovland, Musik, die durch schlichte romantische Melodik und ihrer kunstvollen Annäherung – besonders Hovlands rhythmisch mitreißender Toccata – für sich einnahmen. Der Kirchenmusiker und Universitätsprofessor, der in England und in Norwegen lebt und arbeitet, wusste die klanglichen Möglichkeiten der Schuke-Orgel in Hinsicht auf die Forderungen des jeweiligen Werkes bestens auszuspielen.
Und doch hätte man gern in dem Konzert, das gemeinsam vom Internationalen Orgelsommer und den Bachtagen Potsdam getragen wurde, gewichtigere Werke aus Großbritannien und Norwegen gehört. So verblieb das besondere Interesse des Abends bei Johann Sebastian Bach. Toccata, Adagio und Fuge C-Dur, BWV 564 aus der Weimarer Zeit präsentiert großformatigen Bach. Energiegeladen und mit unmittelbarem Ausdruckswillen machte sich die Toccata den Weg frei. Bei Rishton war sie wie ein großes Portal, durch das man gekräftigt in die Fülle einer sublim ausgestatteten Welt eintrat. Das Adagio war von zuversichtlich atmender Gelassenheit erfüllt, welche sich, jedoch spürbar verdichtet, auch während der wild-chromatischen Schlussminuten durch nichts irritieren ließ. Die Fuge wurde mit selbstbewusster Selbstverständlichkeit entfaltet: reine Posititivität, die Musik spricht ein großes Ja.
Vivaldi und Bach, das ist immer wieder ein weites Feld. Der Sachse transkribierte das Concerto in a-Moll des Venezianers für die Orgel. Rishton spielte es in der Erlöserkirche. Besonders hinreißend und gefühlvoll gelang ihm das Adagio, um es dann ins lebhafte Allegro münden zu lassen. Die frische und schnörkellose Spielweise des Organisten offenbarte sich dann noch einmal in der Triosonate c-Moll BWV 526. Ob im tänzerisch frohen Vivace, im klanglich exquisit ausbalancierten und geradezu zum Schweben gebrachten Largo oder im abschließendem Allegro, das bei aller Kompaktheit frisch und munter vorüberflirtete: überall war man zufrieden, genoss die mal bedächtig, mal heiter quellende Musik zusammen mit den silbrigen Farben, in die sie getaucht war. Herzlicher Beifall für Tim Rishton.
Klaus Büstrin
Märkische Allgemeine
11.09.2009
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BACHTAGE: Meisterhafte Interpretation
Virtuoses Orgelkonzert des aus Bradford stammenden Bachexperten Tim Rishton in der Erlöserkirche
POTSDAM / BRANDENBURGER VORSTADT - Es ist einleuchtende Tradition, dass der Internationale Orgelsommer in Potsdam in zwei Konzerten auf die Potsdamer Bachtage trifft. Orgel und Bach sind eine untrennbare Einheit. An den vielen Wirkungsstätten des großen Barockkomponisten bis hin zur letzten Stelle als Thomaskantor in Leipzig hatte Bach immer etwas mit der „Königin der Instrumente“ zu tun und das zahlreiche Orgelwerk gibt darüber beredt Zeugnis.
Zu Gast war am Mittwochabend in der Erlöserkirche ein ausgewiesener Fachmann für das Orgelwerk Buxtehudes und Bachs, der aus dem englischen Ort Bradford stammende Tim Rishton. Drei für die Kunst des gebürtigen Thüringers Bach exemplarische Werke bildeten den Programmschwerpunkt. „Toccata, Adagio und Fuge“ von 1709 ist ein vitales sprudelndes Opus. Ein langes, sportliches Pedalsolo in der Toccata geht in ein Adagio mit eingängiger und getragener Pedalbegleitung über, um in einer ausgelassenen Fuge zu enden. Das virtuose Meisterstück des jungen Bach wurde beispielgebend interpretiert.
Die Bearbeitung von Concerto grossi oder Solokonzerten nach der Vorlage komponierender Zeitgenossen nehmen in Bachs Klavier- und Orgelwerk ebenfalls einen gewichtigen Platz ein. Rishton wählte für sein Konzert aus „Sechs Konzerten verschiedener Meister“ BWV 593 aus. Quelle dieser Bearbeitung ist das Konzert für zwei Violinen und Streicher in a-Moll von Antonio Vivaldi. Hier ist besonders das Allegro-Finale ein mitreißender Hit, der auf der Orgel interessante Darstellungsmöglichkeiten bei der Nachahmung der Violinstimmen bietet.
Der dritte gewichtige Beitrag bestand aus der Triosonate Nr. 5 in C-Dur. Die sechs Triosonaten hatte Bach zu Übungszwecken für seinen ältesten Sohn Wilhelm Friedemann für das Pedalcembalo verfasst, heute stellen sie die „Hohe Kunst“ für jeden guten Organisten dar. In Rishton hatte dieses durchgängig dreistimmige Werk seinen Meister gefunden. Außer Bach spielte der in Norwegen lebende Musiker Werke von William Mathias, Ralf Vaughan Williams, Bjarne Sloegedal und Egil Hovland, jeder dieser Komponisten war von Bach inspiriert worden. (Von Matthias Müller)
Ostthüringer Zeitung 01.04.2009
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Tim Rishton stellt sich perfekt auf Orgel ein
Erfreulicher Besucherzuspruch in PonitzPonitz (OTZ/Dr. Felix Friedrich).
Auch in diesem Jahr lädt die Kirchgemeinde Ponitz wieder zu interessanten Konzerten an ihrer Silbermann-Orgel ein. Die Anziehungskraft dieser wertvollen und klangprächtigen Orgel ist ungebrochen, wie es der erfreuliche Konzertbesuch am vergangenen Samstag erneut unter Beweis stellte.
Aber auch der bekannte Gastorganist Tim Rishton, den man zu diesem Orgelabend engagiert hatte, trug zum sehr guten Zuspruch bei. Tim Rishton pendelt als Dozent zwischen seiner Heimat England und Norwegen hin und her.
Sein Spezialgebiet ist die Aufführungspraxis, wie der Ponitzer Kirchenmusiker Christoph Beyrer in der Begrüßung mitteilte. Und das war dem Konzert von Tim Rishton deutlich anzumerken. Er hatte sich in seinem makellosen Spiel perfekt auf die Traktur und Spielweise der Ponitzer Orgel eingestellt und beherrschte sie vom ersten Ton an, auch wenn er nicht die originale Orgelbank von Silbermann benutzte, was ja an sich zur strengen Aufführungspraxis dazugehört. In der klanglichen Umsetzung der einzelnen Kompositionen seines Programms reflektierte er vor allem auf die wundervollen Principale und Grundstimmen der Silbermann-Orgel.
Das kam natürlich dem Charakter der eingangs erklungenen zweiten Orgelsonate in c-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy zugute. Er setzte deutliche Zäsuren bei den deklamatorischen Passagen, war oft in die sehr lang ausgehaltenen Schlussakkorde verliebt und ging manches Detail auch mit einer gewissen englischen Distanziertheit an. Aus seiner Heimat England hatte er nur ein Stück in das Programm aufgenommen, nämlich vier Sätze aus der Wassermusik des Wahlengländers Georg Friedrich Händel, ursprünglich für eine königliche Bootsfahrt auf der Themse komponiert. Diese vier Sätze nahmen sich sehr apart auf der Silbermann-Orgel aus, vor allem das wunderschön musizierte Air mit den ausdrucksstarken Flötenstimmen. Die bekannte Hornpipe verfehlte ebenfalls ihre Wirkung nicht, hätte dennoch etwas mehr an Tempo vertragen.
Eindrucksvoll zeichnete Rishton die Auferstehung Jesu von Justin Heinrich Knecht nach. Dieses österliche Tongemälde für die Orgel, wie es der Untertitel des Stücks vermerkt, verlangt geradezu nach einer farbigen Umsetzung. Da gab es die schauervolle Stille des Grabes mit den leisesten Stimmen der Silbermann-Orgel oder das Beben der Erde, dargestellt mit sehr düster dahinrüttelnden Registern und schließlich der Triumphgesang der Engel, den Tim Rishton im freudig bewegten galanten Musizierstil ertönen ließ.
Stilsicher und eindrucksvoll präsentiert folgten Antonio Vivaldis Concerto in h-Moll und drei intime Choralvorspiele aus op. 122 von Johannes Brahms. Hier zeigte Tim Rishton, dass er sich sowohl in der Stilistik des 18. wie auch des 19. Jahrhunderts bestens auskennt. Er vermied den oft zu hörenden Obertonklang bei Vivaldi und setzte sehr geschickt in den Brahmsschen Miniaturen die Grundstimmen der Silbermann-Orgel ein. Irgendwann hätte man sich dann doch einmal das große Plenum inclusive der Posaune im Pedal gewünscht, sei es in der pathetisch sich aufbäumenden Coda des Praeludiums und der sich anschließenden, nicht weniger intensiv verlaufenden Fuge in f-Moll BWV 534 von Johann Sebastian Bach. Darauf hat Tim Rishton verzichtet. Vielleicht war diese Abstinenz bewusst von ihm gewählt worden. Zur Passionszeit, in der wir uns befinden, gehören nicht unbedingt die lauten Jubelklänge.
Trotzdem hinterließ Rishton mit seinem Konzert einen sehr guten Eindruck, nicht zuletzt durch den versierten Umgang mit der nicht immer einfach zu spielenden Ponitzer Silbermann-Orgel.
31.03.2009
Die skandinavische Presse:
Ein unterhaltsamer Organist
SPJELKAVIK. Der bekannte Organist Tim Rishton hatte die Ehre die herbstliche Konzertreihe der Spjelkavika Kirche zu eröffnen. Er konzertiert international und ist zudem auch ein unterhaltsamer Vortragshalter.Bachs sechs Triosonaten sind […] nicht so leicht vermitteln. Konzentration ab der ersten Sekunde ist hier erforderlich um den inhaltsreichen Dialog der Stimmen souverän zu gehör zu bringen. Außer dieser besitzt Tim Rishton eine innere und ungezwungene Musikalität, die die Musik frei und unbeschwert fließen lässt.
Johann Gottfried Walthers […] Arrangement von Vivaldis Konzert in h-moll […] klang frisch und klar in Rishtons Registrierung.
Ralph Vaughan Williams Choralpräludium „Rhosymedre“ ist ein Werk mit wunderschönen Melodielinien die in Rishtons Interpretation zu einem besonderen Erlebnis wurden.
Sunnmørsposten 29.09.2008 Der ganze Tekst (PDF).
"Während des Eröffnungsstücks von John Parry konnte man mit geschlossenen Augen von 18. Hjahrhundert träumen. Bachs c-Moll Passacaglia tanzte voll musikalischer Stärke und Reichtum."
Finnmark Dagblad
"Orgelmusik der Spitzenklassen."
Sør-Varanger Avis
"Wir hoffen, dass dieser Organist wieder nach Harsdtad kommen wird, weil wir ihn wirklich wieder hören wollen."
Harstad Tidende
"Ein ausgezeichneter Organist."
Gudbrandsdalen og Lillehammer Tilskuer
„Während einer halben Stunde war der Kirchenraum erfüllt mit Werken von Vivaldi, Brahms, Bach und Mendelssohn; aufgeführt durch Dr. Tim Rishton […] und ein glückliches Lächeln war auf allen Gesichtern zu sehen“
Framtid i Nord
"Sagenhaftes Orgelspiel ... bereitete viel Vergnügen."
Sogn Dagblad
Rezension des Buches Joyful Noise
- Review by Peter Dale in Choir & Organ (January 2007, p.69) (som PDF)
This ambitious book sets itself a huge brief in the form of a handbook for the parish organist, covering everything from accompanying hymns to using humidifiers – primary, and sometimes pressing matters, all of them, and the advice here is immensely sound, wise and informative. Just as useful are passages about humility, diplomacy and courage. Then there’s how, diplomatically, to engage with the loud singer in the congregation who has his own tempi, phrasing and compulsion to rallentando at the end of each verse; or how to make expressive use of silence. A rich, deeply considered compilation. In fact, if only the book had an index it would recommend itself as an indispensable vade mecum.
An illuminating feature is its references to Lutheran practices in Norway, where Rishton has taught. It reminded me of the Sibelius Academy in Helsinki, with conventional courses in performance and composition, but also qualifications in Teaching and Church Musicianship. At a stroke Finland has largely eliminated what are two perennially problematic areas of British musical life.
Where Rishton is most interesting (in the Why? section) is where he is also most contentious. Recognising candidly ‘a substantial group of agnostic organists’, he argues very firmly that church musicians should be ‘theologically competent’, and goes on to lament ‘that we have lost sight of the biblical concept of music as spiritual warfare’. When that expression first crops up it is in the context of Joshua, trumpets, shofars, and so on, but later it becomes clear that what he really means is something much more militant and (if my residual theological memory serves me right), actually rather Manichaean – so, quite frankly, not all that attractive to people of a more quietist disposition. Is he really unaware of, or is he blinded by, his own conviction to the complexity of this issue? And, indeed, to the irony that some of our best hymn/religious composers have been very considerable doubters? But he actually cites one of them (VW) with (innocent?) approval. Better, I think, to have made this the subject of another book, and to have concentrated instead upon the handbook, which is arguably its real forte anyway. Even at this rather high price, it’s worth it for that.
PETER DALE
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Abridged version of review by Canon Jeremy Fletcher (Precentor of York Minster) on The Foundation for Church Leadership website, 2007
Tim Rishton is Director in Continuing Studies in Music at the University of Lancaster, and an organist with a wide experience in churches in the UK and in Norway. Married to a priest, he sets out in Joyful Noise to right a perceived imbalance between the theological and musical apitudes of the leaders of music in churches, and to provide a theological underpinning to the use of music in worship. Starting with a wide-ranging reflection on the purpose of music and moving to detailed practical hints, much of the book is addressed to music leaders, though ‘non musical’ church will find something of interest and value too.
[There] are some gems for which I am thankful. It is always helpful to be reminded that music has a number of functions in worship, that a church leadership team should include the musical leader(s), and that genuine collaboration is essential, not an unattainable holy grail. The book is good on the processes which have lead to the angry marginalisation of many organists and music leaders, and rightly points out that its is their very specialism in music alone to the detriment of liturgical and theological knowledge that puts many musicians and their clergy on a collision course. The same is not true of Lutheran Churches, where music leaders need to demonstrate theological competence before using their music in a liturgical context. It is something which the RSCM is now giving impressive weight to, but this will take a decade or two to make a real difference.
There is a brilliant passage where Rishton gives a forensic diagnosis of how organists can come to be isolated from the purpose and life changing nature of worship, because of their very concentration on doing the best possible professional job. Focussing on their tasks within a service can mean not concentrating on the worship as a whole, and organists can become arrogantly superior, he says, while denying themselves the opportunity to be changed and to journey through the service with the rest of the congregation. “It is not surprising that so many organists withdraw from an active expression of faith within the congregation: the wonder is that any retain a living personal faith at all”. A discussion of this passage alone between Vicar and Organist could be incredibly fruitful.
The practical sections for organists are detailed and helpful, if at the most basic of levels. Given the dearth of organists and music leaders today this is probably about right.
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Church Music Training website
"An entertaining and informative book ..."
ROBERT FIELDING (Salisbury Diocesan Church Music Adviser).
Bericht über einen Kurs für Kirchenmusiker
"On Saturday 9 November [2002], All Saints [Burton in Lonsdale] was host for a group of organists from the Deanery and surrounding region who met together for the day with Professor Tim Rishton from Kelbrook - including our own organists from Thornton and Burton. The meeting was organised by Anthony Smith, organist at St Margaret's Church, High Bentham.The sessions comprised both discussion and practical work on the organ. Dr Rishton has a particular ministry in guiding and encouraging organists and after the session grateful comments could be heard for his skilled guidance, for his friendly style of teaching and for getting the level right for those participating. He seeks to bring together clear Christian faith and professional expertise in the worship of our Lord.
This was the first of these meetings in the Diocese and it is now planned for similar meetings to be held in other deaneries, and for further possible workships here in Ewecross. We look forward to that."
Ewecross Deanery News, December 2002
Artikler
Romsdals Budstikke 19. august 1995 (Stor PDF file - 18MB)Åndalsnes Avis 5. februar 1994 (Stor PDF file - 19MB)
Wikipedia-artikkel